5 Jahre nach der Atomkatastrophe in Fukushima - 5 Jahre Energiewende: Dezentral, klimaverträglich und sicher – das ist die Energieversorgung unserer Zukunft

Am 11. März jährt sich zum 5. Mal der Tag der Reaktorkatastrophe in Japan. Der Tag, der den deutschen Ausstieg aus der Atomkraft und die Energiewende zur Folge hatte. Und der damit bei allem Schrecklichen auch etwas nachhaltig Positives bewirkt hat. Denn die Menschen in Deutschland stehen hinter dieser Energiewende und sind bereit, die Chancen, die sich daraus ergeben, zu nutzen. Die Energiewende ist ein Jahrhundertprojekt für den Klimaschutz – dies erfordert ein großes und solidarisches Miteinander aller Beteiligten.

In den vergangenen fünf Jahren hat sich viel getan. Der Wandel der Energieversorgung in eine sichere, bezahlbare und umweltverträgliche Energiezukunft ist ein stetiger Prozess. Dezentrale Stromspeicher, neue Leitungen und eine intelligente Steuerung sind nötig für die sichere und klimaverträgliche Energieversorgung. Während vor ein paar Jahren noch einige Hundert Energieerzeuger Strom in die deutschen Netze einspeisten, werden dies bald Millionen sein. Konsumenten werden so zu Produzenten. Dezentrale Lösungen sind gefragt. Viele Fragen sind noch in der Diskussion. Die Energiewende ist ein Prozess, der sich lohnt.

Jeder kann Energie sparen
Eine der effizientesten Lösungen ist die gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme in nahezu jedem Haus. Mikro-Blockheizkraftwerke eignen sich für den effizienten Einsatz in Privathaushalten. Die gekoppelte Erzeugung von Strom und Wäre erreicht einen Wirkungsgrad von rund 90%, da die entstehende Wärme gleich vor Ort verbraucht wird. Ein Privathaushalt kann so 30% - 40% Energiekosten sparen.

Einzelne BHKWs können mithilfe neuer, intelligenter Stromnetze zu virtuellen Kraftwerken zusammengeschaltet werden. Diese sichern eine zuverlässige und bedarfsgerechte Stromversorgung. Lokal, klimaschonend und unabhängig – so sieht die Zukunft der Energieversorgung aus.

Auch Japans Premierminister zur Zeit des Fukushima-Unglücks, Naoto Kan fordert am Vorabend des fünften Jahrestag der Katastrophe den endgültigen Ausstieg Japans aus der Atomenergie. „Wir müssen auf sichere und billigere Erneuerbare Energien umsteigen, um künftigen Generationen eine sichere Zukunft zu bieten“, erklärt Kan.

// 11.03.2016