Klimaschutz im Garten – torffrei in den Sommer. Das Klima sagt Danke.

Ganz gewiss: Die Tage werden wärmer! Und dann macht es wieder Spaß, den Garten auf Vordermann zu bringen. Wer jetzt ohne Torf arbeitet, schütz massiv das Klima und senkt den CO2-Ausstoß. Wenn Sie im Gartencenter oder Baumarkt Blumenerde bzw. Anzuchterde kaufen, achten Sie darauf, dass sie die Bezeichnung „torffrei“ trägt. Denn für die Gewinnung von Torf werden immer Moore zerstört. Das ist unnötig, denn es gibt gleichwertige oder sogar besser geeignete Alternativen.

Entwässerte Moore und der Abbau von Torf zählen zu den größten Quellen von Treibhausgasen und tragen damit erheblich zur Klimaerwärmung bei. Es ist jedoch bekannt, dass eine Wiedervernässung von Mooren und der Erhalt der Torfschichten die Abgabe von Kohlendioxid /CO2 an die Atmosphäre stark gebremst oder sogar schnell gestoppt wird.
Dazu kann jede Gärtnerin und jeder Gärtner beitragen! Wer auf die Verwendung von Torf und torfhaltigen Blumenerden verzichtet, leistet einen wertvollen und wirksamen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Fast alle wichtigen Hersteller von Blumenerde bieten torffreie Erdsubstrate an, die aus Kompost, Rindenhumus, Holz- und gelegentlich auch Kokosfasern bestehen. Sie sind für unsere Gartenparadiese ebenso gut geeignet, schonen aber unser Klima.

erdgas schwaben-Naturschutzstiftung
Die erdgas schwaben-Naturschutzstiftung fördert seit acht Jahren die Naturschutzarbeit der Stiftung KulturLandschaft Günztal. Mit Stiftungsgeldern werden Bäche renaturiert, Tümpel angelegt und Feuchtwiesen gepflegt, um die Landschaft des Günztals zu reaktivieren.

Faszination Moor
Moore prägen die Landschaft mit ihrer besonderen Pflanzen- und Tierwelt in hohem Maße und regten die Fantasie der Menschen seit jeher an. Ein Grund dafür mag sicherlich sein, dass sie nur sehr langsam wachsen und archaisch wirken. Durch die Ansammlung von abgestorbenen Pflanzen, die sich wegen der Nässe im Moor nicht oder nur unvollständig zersetzen, entsteht die Torfschicht – rund ein Millimeter pro Jahr. Eine ein Meter dicke Torfschicht ist also etwa 1000 Jahre alt. Bei der Entstehung nimmt Torf Kohlendioxid aus der Atmosphäre auf und speichert es als Kohlenstoff. Zur Torfgewinnung werden Moore entwässert, der verwendete Torf verrottet. Der gespeicherte Kohlenstoff wird in Kohlendioxid rückgewandelt und in die Atmosphäre abgegeben.

// 03.05.2016