Natürlich effizient: Am 30. April ist der "Tag der Erneuerbaren Energien"

Natürlich effizient: Am 30. April ist der Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor 30 Jahren (am 26. April 1986) war der bisher größte nukleare Super-GAU in der Geschichte der Menschheit. Daran erinnert jedes Jahr der bundesweite "Tag der Erneuerbaren Energien" - an dem sich alles um Wind, Sonne, Wasserkraft und Bio-Erdgas dreht. Was gut für uns und unsere Umwelt ist, ist für die großen etablierten Energieriesen eine scheinbar unlösbare Aufgabe. Denn auf ihrem umständlichen Weg weg von Atom- und Kohlestrom fahren sie Milliardenverluste ein. Ganz anders die regionalen Energieversorger, deren Stunde jetzt schlagen könnte.

Interview mit Helmut Kaumeier, Leiter Kommunalkunden erdgas schwaben // hier anhören

Sprecherin: Für viele kleine Energieversorger-wie erdgas schwaben in Bayern - ist die Umstellung auf Erneuerbare Energien einfacher als für die Energieriesen.

Helmut Kaumeier: Denn wir setzen bereits seit mehr als zehn Jahren auf Erneuerbare Energien. Wir produzieren Strom aus Wind, Sonne, Wasserkraft, mittels Kraft-Wärme-Kopplung, und wir produzieren Bio-Erdgas.

Sprecherin: Erklärt Helmut Kaumeier von erdgas schwaben. Vor allem Bio-Erdgas kann die Energie der Zukunft sein. Bio-Erdgas wird aus nachwachsenden Rohstoffen, aus dem Inhalt der Biotonne, aus Wind- und Sonnenstrom produziert.

Helmut Kaumeier: Damit kann preiswert das Auto betrieben werden, kann Strom und Wärme für Haushalt, Gewerbe und Industrie bereitgestellt werden.

Sprecherin: Die Erneuerbaren sind das Fundament der Energieversorgung der Zukunft. Das größte Problem sind die noch fehlenden Stromspeicher. Die Lösung könnte unser 400.000 Kilometer langes deutsches Erdgasnetz sein.

Helmut Kaumeier: Darin kann Energie für fast ein halbes Jahr gespeichert werden. Mit dem Power-to-Gas Prinzip erzeugen wir aus nicht genutztem Wind- und Sonnenstrom, mittels Elektrolyse, Wasserstoff. Dieser kann ins Erdgasnetz eingespeist werden und man lässt den Wasserstoff in einem zweiten Schritt mit CO2 reagieren, um daraus Methan bzw. Erdgas zu erzeugen. Den Wasserstoff wiederum könnte man nutzen, um Autos mit Brennstoffzellen zu betreiben.

Sprecherin: Bis es soweit ist, wird es aber noch etwas dauern.

Helmut Kaumeier: Bei erdgas schwaben gehen wir konsequent den eingeschlagenen Weg weiter: Wir setzen auf 3e: Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Energieeinsparung. Bis zum Jahr 2080 wollen wir in Bayerisch-Schwaben mehr als eine Million Menschen mit Erneuerbarer Energie für Wärme, Haushalt und Mobilität beliefern.

Sprecherin: Übrigens, mit kleinen Blockheizkraftwerken, Brennstoffzellen und Photovoltaikanlagen auf dem Dach kann man schon heute seinen eigenen Strom erzeugen, den CO2-Ausstoß senken und damit die Klimaerwärmung reduzieren.

// 28.04.2016