Doppelt gut

Power-to-Gas-AnlageWas können Power-to-Gas-Anlagen (deutsch Strom zu Gas, kurz PtG), was nicht? erdgas schwaben testet gemeinsam mit 12 weiteren Projektpartnern der Thüga seit rund zwei Jahren in Frankfurt die Technik auf Praxistauglichkeit. Jetzt hat die Anlage eine wichtige Prüfung bestanden. Die Testergebnisse zeigen, dass die PtG-Technik auch für den Primärregelenergiemarkt geeignet ist. Die Primärregelleistung stellt die kurzfristige Versorgung der Stromkunden mit der benötigten elektrischen Leistung sicher, wenn es unvorhergesehene Ereignisse im Stromnetz gibt. Wenn das funktioniert, kann PtG wirtschaftlich eingesetzt werden – und dass es in der erdgas schwaben-Anlage in Frankfurt funktioniert, hat jetzt ein so genannter Doppelhöckertest bestätigt.

Außerdem wurde der Einsatz der Anlage unter Praxisbedingungen zum Ausgleich von Frequenzschwankungen im Netz simuliert. „Mit diesen Erkenntnissen könnte die Strom-zu-Gas-Technologie künftig wirtschaftlicher werden, da die möglichen Erlöse für Primärregelleistung höher sind“, sagt Klaus-Peter Dietmayer, Geschäftsführer von erdgas schwaben.
„In den zwei Jahren seit Inbetriebnahme unserer Strom-zu-Gas-Anlage haben wir die Praxistauglichkeit dieser Technologie belegt“, betont Dietmayer.

Die PtG-Anlage von erdgas schwaben war die erste in ganz Deutschland, die 2013 Strom mittels Elektrolyse in Wasserstoff umgewandelt und in das Gasverteilnetz eingespeist hat. Auch für den PEM(Protonen-Austausch-Membran)-Elektrolyseur war der Einsatz in Kombination mit der Strom-zu-Gas-Technologie und der Einspeisung in das Gasverteilnetz neu. Die Technik kann innerhalb von sehr kurzer Zeit auf die großen Sprünge in der Stromproduktion von Wind- und Solaranlagen reagieren.

// 21.06.2016