„Ein gutes Stück Zukunft vor uns!“: Neubau der Betriebsstelle in Kaufbeuren geht zügig voran

Stefan Bosse, Oberbürgermeister KaufbeurenNach Abbruch des alten Gebäudes und Abtragen des Bodens um fast 2 Meter auf der gesamten Fläche seit November 2014 geht der Neubau der Betriebsstelle in Kaufbeuren in die nächste Phase. Oberbürgermeister Stefan Bosse kam persönlich vorbei, um sich ein Bild zu machen. // Video

„Das klare Bekenntnis von erdgas schwaben zum Standort Kaufbeuren schätze ich sehr. Ebenso die systematische und nachhaltige Aufarbeitung der Altlasten“, sagte Oberbürgermeister Stefan Bosse und weiter: „Ich sehe dieses Vorhaben in den besten Händen. Die Investitionen in die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger sind enorm. Dafür danke ich dem Unternehmen aus vollem Herzen.“

„Die Bodensanierung ist uns ein ganz besonderes Anliegen“, erklärt Stefan Feneberg, Bauleitung / Geiger Umweltsanierung GmbH und fügt hinzu: „Bis zu 12 Meter tief werden unsere Entsorgungen gehen, um absolut jeden Rückstand aus dem Boden zu holen. Der Neubau soll von Anfang an auf einem sauberen und für die Zukunft schadstofffreien Untergrund errichtet werden können.“

„Schippe für Schippe“ wird alles geprüft, analysiert, klassifiziert und dokumentiert. Jeder Aushub wird sachgerecht getrennt und umweltverträglich entsorgt. Zur Herstellung von Stadtgas vor 150 Jahren wurde Kohle vergast, mit den entsprechenden Rückständen, wie z.B. Teer. Bodenbakterien haben den Teer im Laufe der Jahrzehnte zersetzt und den typischen Geruch entstehen lassen. Um die Geruchsbelästigung für Anwohner so gering wie möglich zu halten, wird jeder Arbeitsabschnitt mit Planen abgedeckt. Die unter der Plane gesammelte Luft wird später durch Aktivkohlefilter von großen Luftabsaugern angesaugt und gereinigt.

Jochen Klemm, Ingenieurbüro Dr. Schönwolf GmbH & Co.KG dazu: „Bauarbeiter und Anwohner können sicher sein, dass wir alles tun, um die Emissionen sehr niedrig zu halten. Unsere Messungen zeigen, dass die Belastungen weit unter den gesetzlichen Grenzwerten liegen.“

Ebenso verhält es sich mit dem Trinkwasser. Dazu nochmals Jochen Klemm: „Die Schadstoffe der letzten Jahrzehnte sind sehr gut im Boden gebunden. Durch das sachgerechte Abtragen und Entsorgen kommt es zu keiner Gefährdung für das Trinkwasser.“ Für die Sicherung der angrenzenden Grundstücke und Gebäude sorgt der Bautrupp durch die aufwendige Sicherung der Baugrube durch Beton-Stützpfähle.

Sehr zufrieden mit dem Verlauf der Bauarbeiten zeigt sich auch Karl-Anton Buchschuster, Architekt für erdgas schwaben und Spezialist für Gewerbebau. „Dieses Projekt ist für mich ein Musterbeispiel für verantwortungsvolles Bauen. Was hier von allen Beteiligten geleistet wird, ist unbeschreiblich“, so der Architekt. „Alle arbeiten hier Hand in Hand und momentan sogar schneller als wir geplant haben.“ Hier hakt OB Bosse nach und fügt gerne an, sich „jetzt schon auf die Eröffnung zu freuen.“

Der Neubau in Zahlen:
• Abbruch rund 8.000 Kubikmeter
• Bodensanierung rund 30.000 Tonnen Erdmaterial
• 7.000 Laboranalysen
• täglich zweimal Qualitätskontrollen der Luft an 4 Punkten der Grundstücksgrenze
• Jetzt kommen die Altlasten der letzten 150 Jahre zum Vorschein. Die Rückstände der Gewinnung von Stadtgas durch Vergasen von Kohle haben sich im Boden angereichert.

// 30.03.2015