Restauratorin Andjelka Lissner bestätigt seltenen Fund

Der historische Gasheizkörper mit seinen sieben Brennkammern.Restaurierung Historische Gasgeräte für die technische Kulturgütersammlung in der neuen Betriebsstelle in Kaufbeuren

„Ein ganz seltener Fund ist dieser erdgasbetriebene Heizkörper“, sagte Lissner. „Von diesen Exemplaren sind wohl nur noch 3 Stück vorhanden und damit sehr selten. Die Geräte haben die Zeit im und  besonders nach dem 2. Weltkrieg normalerweise nicht überstanden. Die Gasheizkörper sind aus massivem Gußeisen und waren nach dem Krieg richtig viel Geld wert“.

Der knapp 1,50 Meter hohe und fast 60 Kilo schwere Heizkörper stand vermutlich in einer großen Eingangshalle. Er ist ockerfarben emailliert und verfügt über sieben kleine Brennkammern, die jeweils von dicken runden Glasscheiben gefasst sind. Hinter den Scheibchen waren jeweils blaue Gas-Flammen sichtbar. Die Feuerchen erhitzten die Luft in den Rippen darüber und erwärmten so den Raum.

Die Diplom-Restauratorin Andjelka Lissner ist spezialisiert auf Metallrestaurierung. Ihre Ausbildung begann sie an der Fachoberschule für Gestaltung in Krefeld, anschließend folgten eine Goldschmiedlehre in Düsseldorf und ein zweijähriges Volontariat in der Metallrestaurierung des Bayerischen Nationalmuseums in München. Diese Expertise macht sie für uns genau zur richtigen Ansprechpartnerin für die Restaurierung der historischen Geräte von erdgas schwaben.

Ende September konnten die ersten Geräte die Restaurierungswerkstatt in München verlassen. Andjelka Lissner erklärte Cornelia Benesch, Leiterin Unternehmenskommunikation,  Angela Schlenkrich, Historikerin für erdgas schwaben, und Markus Vihl, Azubi, die einzelnen Restaurationsschritte an den Geräten, ihren Erfolg sowie die zukünftige sichere Aufbewahrung. Nach der Abnahme vereinbarte Cornelia Benesch den Rücktransport nach Günzburg, bis die Räume der Sammlung in Kaufbeuren Ende 2016 fertiggestellt sind

„Es war eine echte Herausforderung für mich diese seltenen alten Gasgeräte zu restaurieren“, sagte Andjelka Lissner abschließend. „Die Antiquitäten sind mehrere Jahrzehnte alt. Somit besteht nicht nur ein materieller Wert, sondern auch ein geschichtlicher.“