Energiequelle der Zukunft in Altusried: Einfamilienhaus nimmt erste Brennstoffzellen-Heizung im Allgäu in Betrieb

Kurt Zügner und Lisa Sigmund freuen sich über 3.000 Euro Fördergeld von erdgas schwaben, überreicht von Helmut Kaumeier (von links).Sie gilt als die Zukunft der Kraft-Wärme-Kopplung: Im September wurde in einem Einfamilienhaus in Altusried die erste Brennstoffzellen-Heizung im Allgäu in Betrieb genommen. Es ist die erste Anlage dieser Art, die mit Wasserstoff betrieben wird. Ende September wurde sie bei einem Tag der Offenen Tür vorgestellt. erdgas schwaben liefert den Wasserstoff und fördert die innovative Technologie mit einem Zuschuss von 3.000 Euro.

„Wir müssen Verantwortung für die Zukunft übernehmen und uns im Energiebereich stetig weiterentwickeln. Ich freue mich sehr, dass in Altusried ein solch zukunftsweisender Schritt unternommen wird“, sagte Bürgermeister Joachim Konrad. Helmut Kaumeier, Leiter Kommunalkunden erdgas schwaben, überreichte den Hauseigentümern Lisa Sigmund und Dipl.-Ing. (FH) Kurt Zügner einen Scheck über 3.000 Euro Fördergeld, mit dem der Energielieferant zehn Brennstoffzellen-Anlagen in Schwaben unterstützt. Der Heizspezialist Vaillant installiert die neue Technologie derzeit in einer Praxistestphase in 80 Haushalten.

Erste Heizanlage mit Wasserstoff Zahlreiche Besucher nahmen die Gelegenheit wahr, sich im bewohnten Musterhaus der Die Hausmanufaktur GmbH über die Funktion einer Brennstoffzelle zu informieren. Das Wandgerät erzeugt gleichzeitig Wärme und Strom. Den dafür benötigten Wasserstoff liefert erdgas schwaben aus seiner Power-to-Gas-Anlage in Frankfurt. In dieser Anlage wird mittels Elektrolyse der überschüssige Strom aus Wind und Sonne zu regenerativem Wasserstoff umgewandelt. Der erzeugte Wasserstoff kann den technischen Regeln entsprechend ins Erdgasnetz eingespeist und an jedem beliebigen Punkt wieder ausgespeist werden. Durch die Reaktion von Wasserstoff mit Sauerstoff entstehen Wärmeenergie und Gleichstrom. Beides wird sofort ohne Leitungsverlust im Haus verwendet. Im Vergleich zu anderen KWK-Systemen ist die Brennstoffzellen-Heizung noch effizienter, spart Energiekosten und reduziert den CO2-Ausstoß. „Damit erreichen wir einen Energieeffizienzgrad von 175 Prozent“, bestätigt Mario Stanojevic von Vaillant.

„Mit der Brennstoffzelle entwickeln wir den erdgas schwaben-Weg mit den ‚3 e‘ Energieeinsparung, Energieeffizienz und Erneuerbare Energien konsequent weiter“, so Helmut Kaumeier. „Nach Brennwerttechnik und Kraft-Wärme-Kopplung werden wir nun auch die Brennstoffzelle in den Markt einführen.“

// 02.10.2014