Donaubrückensanierung in Donauwörth: erdgas schwaben verlegt Erdgasleitung unter der DonauDonaubrückensanierung in Donauwörth: erdgas schwaben verlegt Erdgasleitung unter der Donau

Es lief alles nach Plan: Am Dienstagabend wurde das 170 Meter lange Schutzrohr unter dem Donauflussbett durchgezogen, in das anschließend die Erdgasleitung eingezogen wird. Bisher war die Erdgasleitung, die das Gewerbegebiet und einige Privathäuser versorgt, unterhalb der Brücke befestigt. Weil im Juli das Staatliche Bauamt Augsburg mit der Brückensanierung beginnt und dabei die Übergangskonstruktion im Wasserstrahl-Hochdruckverfahren freigelegt wird, hat sich erdgas schwaben zu einer Schutzmaßnahme entschlossen: Es wird eine neue Erdgasleitung unter der Donau verlegt.

„Unterdükerung“ nennt sich dieses Verfahren. Laut Gabriele Krybus, Technische Leiterin Nord bei schwaben netz, ist es Stand der Technik, um Flüsse, Straßen oder Bahndämme zu unterqueren. „Solch ein Großprojekt wie die Unterquerung der Donau haben wir natürlich nicht alle Tage“, berichtet Gabriele Krybus. „Innerhalb einer Woche haben wir im horizontalen Spülbohrverfahren einen Düker oder Tunnel von etwa 70 Zentimetern Durchmesser aufgebohrt, und zwar fünf bis zehn Meter unter der Donau.“ Eigentlich war die Unterdükerung durchgehend in fünf Meter Tiefe geplant. „Doch weil die Bodenverhältnisse hier nicht homogen sind und schon auch mal Felsbrocken im Weg waren, mussten wir stellenweise tiefer gehen“, erklärt Roland Riedl vom ausführenden Partner Max Streicher GmbH.

Um 18 Uhr begann der spannende Moment: Vom südlichen Donauufer aus wurde das 170 Meter lange Rohrbündel, das zusätzlich noch eine Wasserleitung sowie ein Schutzrohr für eine Stromleitung umfasst, von Maschinen mit einer Zugkraft von 40 Tonnen durch den Düker unter der Donau gezogen. Eine biologisch abbaubare Bohrflüssigkeit diente als Gleitmittel. Knapp zwei Stunden später kamen die Rohrleitungen wie vorgesehen auf der anderen Seite an. In den folgenden Tagen kann nun die neue Erdgasleitung eingezogen werden.

Wenn am 10. Juni die Brückenbauarbeiten beginnen, ist die neue Erdgasleitung angeschlossen. Die Erdgasabnehmer merken davon nichts, denn die Versorgung mit Erdgas geht ohne Unterbrechung weiter. „Erst wenn die neue Leitung angeschlossen ist, wird die alte Erdgasleitung außer Betrieb genommen“, sagt Gabriele Krybus.

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// 30.05.2014