Power-to-Gas-Anlage nimmt offiziellen Betrieb auf: erdgas schwaben kauft komplette Wasserstoffproduktion der Anlage

Power-to-Gas-Anlage nimmt offiziellen Betrieb auf: erdgas schwaben kauft komplette Wasserstoffproduktion der Anlage„Die Entwicklung von Speichertechnologien ist einer der größten Herausforderungen der Energiewende. Strom aus Wind und Sonne muss speicherbar werden, damit auch an windstillen und bedeckten Tagen die Energieversorgung sichergestellt werden kann“ so Klaus-Peter Dietmayer, Geschäftsführer von erdgas schwaben anlässlich der Inbetriebnahme der Power-to-Gas-Demonstrationsanlage auf dem Gelände der Frankfurter Mainova AG. Die Anlage ist bundesweit die erste, die in Wasserstoff umgewandelten Strom ins Erdgasnetz einspeichert. 

erdgas schwaben kauft die komplette Wasserstoffproduktion der Anlage und prüft derzeit die zahlreichen Vermarktungsmöglichkeiten. Wasserstoff lässt sich zum einen als Treibstoff nutzen, zum anderen aber setzen auch immer mehr Kommunen auf KWK-Anlagen, die mittels einer Brennstoffzelle funktionieren und auf den Wasserstoff im Erdgasnetz angewiesen sind.

Angesichts der hohen zu speichernden Energievolumina, die von Fotovoltaik- und Windkraft-Anlagen erzeugt werden, hat die Power-to- Gas-Technologie eine große Bedeutung. Denn 2020 könnte der Speicherbedarf bei 17 Terrawattstunden (TWh) und 2050 bereits bei 50 TWh liegen, so die Prognosen von Fachleuten. Die kommunalen Erdgasnetze können diese Mengen komplett aufnehmen.

Power-to-Gas-Projektplattform:
In einer Projektplattform bündeln erdgas schwaben und zwölf weitere Unternehmen der Thüga-Gruppe ihr Know-how und Kapital, um gemeinsam in die Entwicklung der Power-to- Gas-Speichertechnologie zu investieren. Im Fokus steht die Prüfung der Praxistauglichkeit der Power-to-Gas-Technologie. Die Unternehmen sind überzeugt, dass diese langfristig das größte Potential hat, die überschüssigen Mengen an regenerativen Energien zu speichern. Zu diesem Zweck entwickeln, bauen und betreiben die Unternehmen über mehrere Jahre (2012-2016) gemeinsam eine eigene Demonstrationsanlage in Frankfurt am Main. Die Anlage wandelt Strom in Wasserstoff um und speichert diesen dann in das Erdgasnetz ein. Insgesamt werden sie über 1,5 Millionen Euro investieren.

// 13.05.2014