Schritt 4: Rundum gut versorgt - Wärmebedarf und Heizenergie

Warum bauen mit Erdgas? - Erdgas-Geräte, mit ihrer hohen Energieeffizienz, langen Lebensdauer und geringem Wartungsbedarf überzeugen auf ganzer Linie. Für jeden Bedarf das richtige Gerät. Allen gemeinsam der sparsame Energieeinsatz und die optimale Ausnutzung der eingesetzten Energie.
Ob das BHKW im Mehrfamilienhaus oder der Erdgaswäschetrockner, der als einziger Trockner die Energieeffizienzklasse A besitzt, sie alle holen aus wenig umweltschonender Energie maximale Leistung raus. Das ist effiziente Energieanwendung und damit ein wichtiger Baustein des erdgas schwaben-Wegs.
Denn der rationelle Einsatz von Ressourcen schont die Umwelt, spart Energie und schont die Haushaltskasse.

// Schritt für Schritt zur Erdgas-Heizung
// Erdgas im Haus – Rundum gut versorgt


Wahl des Heizungssystems

Bevor es an die Wahl des Heizungssystems geht, müssen einige rechtliche Grundbedingungen erfüllt sein. Hierzu zählen insbesondere die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG). Die EnEV legt unter anderem fest, wie viel Energie ein Gebäude verbrauchen darf (Primärenergiebedarf) und wie hoch die Wärmeverluste durch Hausbauteile (Transmissionswärmeverlust) ausfallen dürfen. Das EEWärmeG bestimmt, dass der Energiebedarf anteilig durch erneuerbare Energien - alternativ durch geringere Wärmeverluste oder eine Kombination erneuerbarer Energien und höherer Energieeffizienz - zu decken ist. Aktuelle EnEV

Moderne, energieeffiziente Erdgas-Heizungssysteme, z.B. Brennwertheizung, Mikro-BHKW, Brennstoffzelle oder Wärmepumpe entsprechen den aktuellen Ansprüchen und sind im Neubau grundsätzlich empfehlenswert.
Bei der Auswahl der passenden Heizung berät Sie Ihr Installateur.


Erdgas-Heizsysteme im Überblick:

Erdgas-Brennwertheizung

Erdgas-Brennwertheizungen zählen zu den preisgünstigsten, sparsamsten und technisch ausgereiftesten Heizsystemen. Bei älteren Heizungen geht ein Großteil der Wärme, also Energie, über die Heizungsabgase (ca. 150 Grad Celsius heiß) durch den Schornstein verloren. Eine moderne Brennwertheizung nutzt diese Wärme, um zusätzliche Heizenergie für die Heizung zu gewinnen.
Komfort: Sie können auf dem Dachboden, als kompakte und platzsparende Wandgeräte im Wohnbereich oder klassisch im Keller untergebracht werden.
Einbindung regenerativer Energien: Die Umwelt profitiert durch die gute Kombinierbarkeit von Erdgas-Brennwertheizungen mit erneuerbaren Energien: ERDGAS + Solar oder BIO-ERDGAS

Erdgas-Wärmepumpe

Erdgas-Wärmepumpen kombinieren effiziente Erdgas-Heiztechnik mit der Nutzung von Umweltwärme aus Sonne, Luft, Wasser oder Erde in einem Gerät. So wird etwa ein Viertel der benötigten Energie fürs Heizen regenerativ erzeugt. Damit gehen gegenüber herkömmlichen Erdgas-Heizungen CO2-Einsparungen von durchschnittlich 20 bis 30 Prozent einher. Durch die Verwendung von Umweltwärme erreichen Erdgas-Wärmepumpen selbst bei niedrigen Außentemperaturen noch hohe Wirkungsgrade. Dadurch decken sie auch im Winter die Heizgrundlast effizient ab. Auch Bedarfsspitzen können über das Erdgas-Wärmepumpen-Aggregat abgedeckt werden, wodurch konstant hoher Wärmekomfort garantiert ist. Sie können zum Beheizen, Kühlen, Klimatisieren und Entfeuchten eingesetzt werden.
Ein- und Zweifamilienhäusern kommen Erdgas-Wärmepumpen mit sogenannten Sorptionsprozessen zum Einsatz. Diese Kreisläufe aus Verdichtung, Verdampfung und Kondensation basieren je nach Hersteller auf unterschiedlichen Verfahrenstechniken. ERDGAS dient allen gleich als Antriebsenergie, um die zu nutzende Umweltwärme auf das notwendige Temperaturniveau zu bringen. Einen bedeutenden Teil ihrer Leistung beziehen sie jedoch aus Umweltwärme, welche z. B. über Erdsonden gewonnen wird.

75 % ERDGAS + 25 % Umweltwärme = 100 % Topleistung

// zukunft erdgas: Erdgas-Wärmepumpe

Blockheizkraftwerk (BHKW)

Eine Strom erzeugende Erdgas-Heizung erzeugt nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) gleichzeitig Wärme und Strom, somit können Sie ein Stück unabhängiger werden. Den Strom können Sie entweder selbst nutzen oder – gegen Vergütung – in das öffentliche Netz einspeisen.
BHKWs sind schwerpunktmäßig für den Platz- und Leistungsbedarf von Ein- und Zweifamilienhäusern konzipiert. Sinnvoll ist der Einsatz der Geräte bei einem Wärmebedarf ab etwa 20.000 kWh pro Jahr.
BHKW ist nicht nur im Neubau eine ideale Lösung; das bestehende Heizsystem lässt sich bei einer Modernisierung in der Regel nutzen, so dass Strom erzeugende Heizungen für viele Hauseigentümer eine attraktive Option darstellen.

// zukunft erdgas – BHKW
// BHKW–Beratung mit Initialcheck inkl. Fördermittel

Brennstoffzelle

In der Brennstoffzelle wird Erdgas oder Bio-Erdgas im sogenannten Reformer in Wasserstoff umgewandelt. Bei der anschließenden Reaktion des Wasserstoffs mit Sauerstoff entstehen Wärmeenergie und Gleichstrom. Beides kann direkt im Haushalt verwendet werden.
// Brennstoffzellen-Heizung

Erdgas + Solar

Bei der Verknüpfung von Erdgas und Solarenergie haben Sie die Wahl: Entweder Sie setzen die Sonnenenergie ausschließlich zur Warmwasserbereitung oder zusätzlich zum Heizen Ihrer Räume ein. // Brennwert und Solar
Die solare Warmwasserbereitung stellt die gängigste Form solarer Energienutzung dar. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Installation eines solchen Systems ist einfach, kostengünstig und das System selbst ist so variabel, dass es sowohl für größere Hausgemeinschaften als auch kleinere Familienhäuser Vorteile mit sich bringt. So kann beispielsweise in einem Vier-Personenhaushalt mit durchschnittlich 50 Litern Warmwasserbedarf täglich pro Kopf bis zu 60 Prozent der Energie für die Warmwasserbereitung eingespart werden. Während in den Sommermonaten das benötigte Warmwasser fast ausschließlich mit Sonnenenergie erzeugt werden kann, wird in der kälteren Jahreszeit eine Zusatzenergie als Ergänzung der Solaranlage benötigt. Hier bietet sich der Einsatz von Erdgas-Brennwertgeräten an.
Bei thermischen Solaranlagen zur solaren Heizungsunterstützung sollte genau geprüft werden, inwieweit die regionale Sonneneinstrahlung und das Wärmeverteilsystem im Haus für diese Heiztechnik zureichend sind. Es muss beachtet werden, dass etwa 75 Prozent der Sonnenenergie in den Sommermonaten anfallen. Im Winter, wenn in Deutschland die Heizungen auf Hochbetrieb laufen, ist je nach Bedürfnissen die Sonnenenergie nicht ausreichend. Eine effiziente Möglichkeit zur längerfristigen Speicherung zuvor gewonnener Energie ist derzeit noch nicht gegeben.

Erdgas im Haushalt

Energiesparen fängt mit den richtigen Haushaltsgeräten an // Förderantrag:  Besonders sparsame Haushaltsgeräte

Erdgas-Steckdose

Die Erdgas-Steckdose funktioniert wie eine gewöhnliche Stromsteckdose. Mit ihrer Hilfe können Sie Ihre Erdgas-Geräte flexibel im Haus anschließen und sofort nutzen. Am besten, Sie planen die Erdgas-Leitungen und Anschlüsse in Ihrem neuen Zuhause gleich von Anfang an mit ein.

Kochen mit Erdgas

Schonendes Garen und punktgenaues Kochen: darauf legen Profiköche größten Wert. Geben Sie sich nicht mit weniger zufrieden. Denn bei kurzen Garzeiten bleiben Ihre Lebensmittel besonders frisch und vitaminreich. Die moderne Erdgas-Küchentechnik spart Ihnen Geld und Zeit und Sie tun gleichzeitig etwas Gutes für Ihre Gesundheit.

Waschen & Trocknen mit Erdgas

Durch einen Warmwasseranschluss an Ihre Wasch- und Spülmaschine nutzen Sie das Warmwasser aus dem Speicher Ihrer Erdgas-Heizung. (Energieeinsparung: ca. 40% jährlich)

Erdgas-Wäschetrockner arbeiten schnell und energiesparend (Zeitersparnis: rund ein Drittel)

Grillen mit Erdgas

Ein Erdgas-Grill ist sauber in der Verbrennung und erfordert keine Wartezeiten für die Aufheizphase. Die Flamme kann stufenlos reguliert werden. Keine Entwicklung von giftigen Dämpfen. Kein Entsorgen von Asche.

Erdgas-Kamin

Erdgas-Kamine und -Kachelöfen sorgen für behagliche Wärme an kühlen Tagen. Im Vergleich zur Feststoffverbrennung verbrauchen sie weniger Energie und schonen durch einen deutlich geringeren Schadstoffausstoß die Umwelt.
Wohlige Wärme mit dem Wohlfühlwert: 100%


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