Energieausweis: Informationen rund um den Pass fürs Haus

Energieausweis für WohngebäudeSeit dem 1. November 2020 regelt das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG) die Bestimmungen zur Erstellung der Energieausweise. Ein Energieausweis dient der Information über die energetischen Eigenschaften eines Gebäudes und soll einen überschlägigen Vergleich mit anderen ermöglichen. Dies gilt nicht nur für Neubauten sondern auch bei Verkauf oder Vermietung von Bestandsimmobilien.

Wir informieren Sie hier zur Energieausweispflicht.

Entscheidungsbaum Energieausweis

Bei welchen Gebäuden mit welchen Eigenschaften ist ein verbrauchs- oder bedarfsbasierter Energieausweis rechtlich zwingend?

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Fragen zum Energieausweis

Bandtacho / Bild: denaWofür benötige ich den Energieausweis?
Wenn Sie Ihre Immobilie verkaufen, vermieten oder verpachten möchten, benötigen Sie seit Mai 2014 einen (bedarfs- oder verbrauchsabhängigen) Energieausweis.
Zwingend notwendig ist der bedarfsorientierte Energieausweis (Bedarfsausweis) wenn Sie Ihre Immobilie modernisieren möchten.
Sinnvoll, aber nicht vorgeschrieben, ist der Energieausweis für jede Immobilie. Er gibt Aufschluss über die aktuelle energetische Situation und zeigt Einsparpotentiale auf. Bei sehr vielen Gebäuden ist ein Einsparpotential im Bereich der Energiekosten um 60% und mehr möglich.

Bedarfs- oder verbrauchsbasiert? - Wer benötigt welchen Energieausweis
Von der Deutschen Energie-Agentur (dena) wird grundsätzlich der Bedarfsausweis empfohlen. Er liefert einen wesentlich genaueren Energiekennwert.
Nicht für alle bestehende Gebäude ist zwingend der bedarfsbasierte Energieausweis (Bedarfsausweis) erforderlich. Je nach Größe und Alter eines Gebäudes ist in bestimmten Fällen auch der einfachere verbrauchsbasierte Energieausweis (Verbrauchsausweis) ausreichend. 

Energiebedarfsausweis (Bedarfsausweis)
Der Bedarfsausweis berücksichtigt alle relevanten Daten des Gebäudes. Aus der Wärmedämmfähigkeit des Gebäudes und der eingesetzten Anlagentechnik werden Jahresenergiebedarf und Primärenergiebedarf berechnet.
Aus den Ergebnissen lassen sich sinnvolle Modernisierungsmaßnahmen ableiten. Der Bedarfsausweis ist daher wesentlich aussagekräftiger als der Verbrauchsausweis und wird von der dena empfohlen.

Energieverbrauchsausweis (Verbrauchsausweis)
Der Verbrauchsausweis basiert auf den Energieverbrauchsdaten der letzten drei Jahre. Deshalb ist das Ergebnis stark abhängig von den Bewohnern. Modernisierungsempfehlungen sind nur bedingt möglich, da die Gebäudehülle und Anlagentechnik nicht bewertet werden.

Welches Gebäude braucht ab wann den Energiepass?
Während der Energieausweise für Neubauten bereits seit 2002 ausgestellt werden, ist der Energieausweis für Bestandsbauten Schritt für Schritt seit Juli 2008 zur Pflicht geworden.

Leistungsumfang

  • Verbrauchsausweis (§82 GEG 2020) Grundlage ist der gemessene Energieverbrauch der letzten 3 Jahre. Oder
  • Bedarfsausweis (§81 GEG 2020) Grundlage ist der "berechnete" Energiebedarf, die Wärmedämmfähigkeit die Anlagentechnik usw.
  • 10 Jahre Gültigkeit der Energieausweise inklusive Plausibilitätsprüfung der Daten durch kompetente Energieberater

Preise

verbrauchsorientierter Energieausweis:
Kunden von erdgas schwaben: 129,00 Euro 
Nicht-Kunden von erdgas schwaben: 139,00 Euro

bedarfsorientierter Energieausweis:
Kunden von erdgas schwaben: 139,00 Euro 
Nicht-Kunden von erdgas schwaben: 149,00 Euro

Wir geben die Senkung der Umsatzsteuer vollständig an Sie weiter. Dargestellte Preise können von denen im Preisblatt abweichen.

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Anträge

Erfassungsbogen verbrauchsorientierter Energieausweis // PDF-Dokument
Erfassungsbogen bedarfsorientierter Energieausweis: // PDF-Dokument

Bitte fügen Sie Ihrem Erfassungsbogen mindestens ein Foto der Außenansicht und der Heizungsanlage des Objektes bei. Die Aufnahmen sind durch das Gebäudeenergiegesetz (GEG) gefordert. Falls diese nicht vorhanden sind, darf laut Gesetzgeber keine Ausstellung erfolgen.

Widerruf: // PDF-Dokument

Ausführliche Informationen erhalten Sie auch über einen eingetragenen Energieberater.
// Energieberatersuche

Haben Sie Fragen zum Energieausweis?

energieausweis@erdgas-schwaben.de

Telefon: 0821 9002-2170

Gemischte Objekte aus Wohngebäude und Nichtwohngebäude

Wann liegt ein Nichtwohngebäude vor? Was sagt das GEG dazu?
Für Gebäude, die sich hinsichtlich der Art ihrer Nutzung und der gebäudetechnischen Ausstattung wesentlich von der Wohnnutzung unterscheiden (z.B. Verkaufsräume mit großen Verglasungen und/oder raumlufttechnischen Anlagen), muss ein Energieausweis für Nichtwohngebäude erstellt werden. Pauschal kann gesagt werden, alle Gebäude, in denen nicht gewohnt wird, benötigen einen Energieausweis für Nichtwohngebäude.

In meinem Objekt befindet sich eine Hausmeisterwohnung, der restliche Bereich wird als Bürogebäude genutzt. Welche Ausweisvariante benötige ich?
Grundsätzlich muss in diesem Fall von einem Mischobjekt ausgegangen werden. Es besteht jedoch eine Ausnahme: beträgt der Flächenanteil der Wohneinheit weniger als 10% von der Gesamtfläche des Objektes, so besteht die Möglichkeit, nur einen Energieausweis für Nichtwohngebäude auszustellen.

Ich weiß nicht, ob ich wirklich beide Ausweise benötige, oder ob in meinem Objekt eine wohnungsähnliche Nutzung vorliegt?
Prinzipiell sollten Sie von folgender Trennung ausgehen: Für den Wohnbereich wird ein Energieausweis für Wohngebäude notwendig, für den Gewerbebereich wird ein Energieausweis für Nichtwohngebäude notwendig. Sollte eine wohnungsähnliche Nutzung vorliegen, so wird der Aussteller beide Bereiche wieder zusammenfassen und nur einen Ausweis ausstellen. Grundsätzlich sollten Sie jedoch von 2 benötigten Energieausweisen ausgehen.


Ich besitze ein Mischobjekt mit einem Flächenanteil der Wohnungen von 30%, 40%Geschäfte und 30% klimatisierten Bürobereichen. Welche Energieausweise benötige ich?
In diesem Fall werden 2 Energieausweise notwendig - der erste Energieausweis für Wohngebäude muss für den Wohnbereich erstellt werden, ein zweiter Energieausweis für Nichtwohngebäude für den Geschäfte- und Bürobereich. Um Ihre Energieausweise zu erhalten füllen Sie bitte die verschiedenen Erfassungsbögen aus.

Weitere Informationen

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle