Stromdiebstahl – eine Alternative beim Stromsparen?

Elektrischen Strom kann man nicht sehen. Man kann ihn nicht hören, nicht riechen und nicht anfassen. Wieso soll das Stehlen dieses Etwas, das kein Gegenstand ist, strafbar sein?

Ist Stromdiebstahl eine Ordnungswidrigkeit, die man wegen des vermeintlichen Bagatellcharakters als legitim betrachten kann? Ist nicht eher die Frage „Stromklau wie geht das“ interessant? Wir beleuchten diese Dinge für Sie mit einer Lampe, die wir total legal mit Strom betreiben.

Wie funktioniert Stromklau?

Die Geschichte des Stromdiebstahls ist lang und voller laienhaft gezogener Drähte. Schon kurz nach 1880, als frühe Bauformen der Glühlampe in wohlhabenden Privathaushalten erstrahlten, bedienten sich erste Leitungsleger illegal und kostenlos am elektrischen Strom. Im Jahre 1900 musste ein Gesetz her, das die „Entziehung elektrischer Energie“ regelt. Was sagt der Gesetzgeber zum Stromklau? Welche Strafe erwartet Stromdiebe? Über all das geht Ihnen anhand unseres Überblicks ein Licht auf.

Strom lässt sich auf verschiedene Arten widerrechtlich abzapfen. Nach dem Zweiten Weltkrieg, als einer Familie der Verbrauch von lediglich 1,8 Kilowattstunden pro Tag erlaubt war, hatte die sogenannte „Hausfrauentour“ viele Anhängerinnen und Anhänger: Es wurde die obere Sicherung des Zählers entfernt, und ein isolierter, von der unteren Hauptsicherung zur oberen Vorsicherung gespannter Draht setzte den Mechanismus des Zählers außer Kraft.

Seitdem tüftelten viele unehrliche Stromkunden an weiteren, vermeintlich pfiffigen Methoden des Stromdiebstahls. Zu den gängigsten Varianten der strafbaren Strombeschaffung gehören:

  • das Nutzen von Magneten
  • das Nutzen sogenannter „Stromklau-Klemmen“
  • das Manipulieren am Zähler
  • das Melden falscher Zählerstände
  • das Anzapfen des Stroms der Treppenhausbeleuchtung
  • das Anzapfen der Stromversorgung des Nachbarn

Unabhängig davon, ob die Rechnung des Nachbarn in die Höhe getrieben wird oder man den Stromklau vor dem eigenen Zähler begeht – Stromdiebe machen sich einer strafbaren Handlung schuldig. Ein mögliches Strafverfahren ist nicht die einzige Konsequenz! Die Diebe setzen das Leben der Mitmenschen und ihre eigene Sicherheit aufs Spiel: Sie beschwören die Gefahr eines Stromschlags herauf und können durch Pfusch an den Stromleitungen Brände und Explosionen auslösen.

Wir haben viele Gefahren auf uns genommen, um Ihnen die echt schlechtesten Tipps zum Stromdiebstahl in unserem Video zeigen zu können:

Ein Überblick: Der Diebstahl von Strom und die Regelungen des Gesetzgebers

Diebstahl ist im Strafgesetzbuch (StGB) durch den Paragrafen 242 geregelt. Dieser besagt, dass derjenige Diebstahl begeht, der einem anderen eine fremde bewegliche Sache in der Absicht wegnimmt, sich (oder einem Dritten) die entwendete Sache zuzueignen. Elektrische Energie ist keine bewegliche Sache im Sinne des Gesetzestextes, da sie nicht fortgeschafft, nicht bewegt werden kann. Damit ist dieser Paragraf bei Stromdiebstahl nicht anwendbar.

Stromdiebstahl laut StGB

Ende des 19. Jahrhunderts kam der oberste Gerichtshof des Deutschen Reiches in zwei Fällen von Stromdiebstahl noch zu dem Urteil, dass die Strafbarkeit ausgeschlossen (1896) und Stromklau nicht möglich (1899) sei. Bereits am 9. April 1900 wurde durch das Inkrafttreten von Paragraf 248c StGB diese Lücke im Gesetz geschlossen und der Diebstahl von Strom unter Strafe gestellt.

Seither macht sich der „Entziehung elektrischer Energie“ schuldig, wer vorsätzlich Energie, deren Nutzungsrecht nicht bei ihm, sondern beim Stromerzeuger, beim Versorgungsunternehmen oder bei einem anderen Stromkunden liegt, mittels einer Apparatur entnimmt, die zur legalen Stromentnahme nicht vorgesehen ist. Dieser im Gesetz als „Entziehung elektrischer Energie“ verankerte Straftatbestand wird umgangssprachlich „Stromdiebstahl“ oder „Stromklau“ genannt.

Stromdiebstahl und die drohende Strafe

Ebenso wie Diebstahl wird Elektrizitätsdiebstahl mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder mit einer Geldstrafe geahndet.

Zusätzlich besteht die Strafe für Stromklau darin, die Kosten für den illegal beschafften Strom zu begleichen. Der Stromanbieter darf den Verbrauch für jenen Zeitraum schätzen, in dem die elektrische Energie unrechtmäßig entzogen wurde. Die Stromdiebin / der Stromdieb ist verpflichtet, den auf Grundlage des geschätzten Verbrauchs berechneten Geldbetrag in voller Höhe zu zahlen, sofern er den tatsächlichen (und möglicherweise geringeren) Verbrauch nicht detailliert nachweisen kann.

Deshalb kann Stromdiebstahl richtig teuer werden. Die geringen Geldbeträge, die durch die Straftat „gespart“ werden, stehen in keinem Verhältnis zu den Kosten, die entstehen, wenn Diebe beim Stromklau erwischt werden.

So leicht lässt sich Stromklau nachweisen

Den Stromversorgern fällt der Diebstahl von elektrischer Energie schnell auf, wenn der Verbrauch eines Kunden im Vergleich zum Vorjahr drastisch gesunken ist. Das regelmäßige Ablesen des Zählerstandes bietet dem Stromanbieter eine zusätzliche Kontrollmöglichkeit. Auffällig ist es, falls Selbstableser besonders niedrige Zählerstände melden. Unrechtmäßig gelegte Kabel und stümperhaft gespannte Drähte springen ebenfalls ins Auge und rufen wachsame Mitmenschen und dann die Polizei auf den Plan.

Wenn die Nachbarn Strom klauen, kann der Bestohlene den Stromdiebstahl auf einfache Art feststellen. Hierzu sollte der Betroffene den aktuellen Zählerstand notieren, anschließend alle Strom ziehenden Geräte („Verbraucher“) abschalten und später erneut einen Blick auf den Zähler werfen. Zeigt der Stromzähler eine Differenz zum notierten Wert an, dürfte der Fall klar sein. Sobald der Geschädigte Gewissheit hat, kann er den Stromdiebstahl dem Vermieter, dem Stromversorger und der Polizei melden.

Die legale, gewissenschonende und gesunde Alternative zum Stromdiebstahl

Sind Sie mit der Höhe Ihrer Stromrechnung unzufrieden? Möglicherweise ist Ihr hoher Stromverbrauch ein Hinweis darauf, dass sich eine Stromdiebin oder ein Stromdieb illegal an Ihrer Energie bedient. Dem sollten wir gemeinsam auf den Grund gehen.

Falls andere Gründe für höhere Stromkosten vorliegen: Wir von erdgas schwaben wollen, dass Sie mit Ihrer Stromrechnung gut leben können. Sie sollen nicht über Methoden zum Stromklau nachdenken müssen, die noch mehr Geld, die Freiheit oder Ihre Gesundheit kosten können.

So einfach geht’s:
Rufen Sie uns unter der Nummer 0821 9002-459 an oder fordern Sie über unser Formular einen kostenlosen telefonischen Rückruf an.

Oder senden Sie eine Mail an die Adresse: kundenservice@erdgas-schwaben.de.
Unsere Kundenberaterinnen und -berater überprüfen dann Ihren Stromverbrauch und den derzeit vereinbarten Tarif. Wir finden eine für Sie passende Lösung – versprochen!

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